Über uns

Dieses Quartett sorgt für eine einzigartige Klangmischung und glänzt dabei von traditionellen Türkischen und Anatolischen Volksliedern, bis zu Europäisch- Klassischen und Zeitgenössischen Werken sowie Improvisationen in ihrer Vielfältigkeit. Für die einfühlsamen sowie durchdachten Bearbeitungen ihres Repertoires ist die mehrmals preisgekrönte Komponistin und Pianistin Sinem Altan zuständig, deren eigene Kompositionen ebenfalls vom Ensemble interpretiert werden. Wenn der von stilistischer Vielfalt geprägter Gesang der aus Istanbul stammenden Sängerin Begüm Tüzemen auf den aus Ostanatolien stammenden Multiinstrumentalisten Özgür Ersoy trifft und sie zunächst in der Klangwelt der in Berlin ausgebildeten Künstlerin Sinem Altan aufgegriffen werden und mit den farbenreichen Rhythmen des Berliner Percussionisten Axel Meier verschmelzen, wird ein mutiges Konzept gestaltet, das Genuss und Spaß verspricht und nicht zuletzt beweist, dass die Kulturen in ständigem Austausch miteinander neue Genres und Kunstformen entstehen lassen, ohne dass ihre Wurzeln verloren gehen. Ensemble Olivinn gewann in 2011 mit dem Märchenkonzert „Keloglan und die Räuberbande“ den Junge Ohren Sonderpreis für die gelungene Realisierung des innovativen Konzepts mit interkulturellem Bezug. Vor kurzem haben sie in Zusammenarbeit mit dem Berliner Verlag Ries und Erler ihre erste CD aufgenommen, die im Frühjahr 2014 veröffentlicht wird. Außerdem sind sie in unterschiedlichen Musiktheaterproduktionen der Berliner Bühnen wie Maxim Gorki Theater, Ballhaus Naunynstraße, Atze Musiktheater u.a. zu erleben.

SinemSinem Altan

Sinem Altan, geboren 1985 in Ankara erhielt im frühen Alter von 7 Jahren Kompositionsunterricht vom aserbaidschanischen Komponisten Arif Melikov und bestand als Hochbegabte im Alter von elf Jahre die Aufnahmeprüfung an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler im Fachbereich Komposition/Klavier. 2002 setzte sie ihr Kompositionsstudium bei Herrn Prof. Friedrich Goldmann an der UdK fort, studierte zur gleichen Zeit Musiktheorie und Klavier an der HfM „Hanns Eisler“. Anschließend studierte sie Komposition an der Hochschule für Musik Freiburg. Sie gewann mehrere 1. Preise bei „Jugend musiziert“ und „Jugend komponiert“ in der Türkei und in Deutschland. Zu ihren größeren Werken gehört das vom Landesmusikrat Berlin in Auftrag gegebene Konzert für Baglama (Türkische Langhalslaute) und Orchester, das im Konzerthaus mit großem Erfolg uraufgeführt wurde und die musiktheatralischen Werke “Tango Türk” und “Stadt der Hunde” (Ikarus Preis 2010) an der Neuköllner Oper. Der Dialog zwischen europäischer und orientalischer Kultur bildet den Mittelpunkt ihrer schöpferischen Arbeit. In Zusammenarbeit mit der Sängerin Begüm Tüzemen und dem Baglama/Mey-Spieler Özgür Ersoy entstand die Konzertreihe “Yenilige Dogru – Auf dem Weg zu Neuem”, woraus sich schließlich das feste Ensemble und Projektteam „OLIVINN“ entwickelt hat. Von 2008 bis 2010 war sie „Composer in Residence“ in der Neuköllner Oper Berlin. Zu ihren aktuellen Werken gehört ihre erfolgreiche Vertonung der Märchenreihe des türkischen Till Eulenspiegels “Keloglan”, die in Zusammenarbeit mit dem Rundfunksinfonierorchester Berlin entstand und in 2011 den „Junge Ohren Sonderpreis“ erhielt. Nach ihrer erfolgreichen Neukonzipierung der Aida-Oper von Verdi in Het Musiktheater Amsterdam und darauffolgend ihrer eigenen Fassung von Puccinis La Bohème für Theater an der Wien komponierte sie die Kinderoper “Lotus-Insel im Rahmen des von Ernst von Siemens geförderten Projektes „fliegender Teppich-Odyssee“, die in 2013 in München-Gasteig uraufgeführt wurde. Aktuell arbeitet Sinem Altan als Musikalische Leitung im Maxim Gorki Theater, Ballhaus Naunynstraße und Atze Musiktheater in Berlin. Zur Zeit komponiert sie eine Stadtoper, die vom Theater Freiburg in Auftrag gegeben wurde und ihre Premiere in 2015 feiern wird. www.sinemaltan.com

BegümBegüm Tüzemen

Die 1983 in Istanbul geborene Künstlerin absolvierte ihr Musical und Gesang-Studium am Staatlichen Konservatorium der Istanbuler Universität. Sie wirkte in der Türkei u.a. in Antalya- Aspendos bei renommierten Musical- und Konzertprojekten mit. 2007 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Berlin, wo sie ihre Ausbildung im Klassischen Gesang und Schauspiel fortsetzte. Sie beeindruckte bereits 2008-2010 an den erfolgreichen Produktionen „Türkisch für Liebhaber“ und „Tango Türk“ an der Neuköllner Oper. Zusammen mit Sinem Altan und Özgür Ersoy gründete sie das Ensemble Olivinn und wirkt bis heute als Solistin mit. Ihr grenzenloses Repertoire unterschiedlicher Stilrichtungen von Pop bis zu klassischen Arien, von Musical-Highlights und Jazz-Standards bis zu internationalen Volksliedbearbeitungen und Interpretationen der zeitgenössischen Kompositionen ermöglichen ihr hoch interessante genreübergreifende- und multimediale Performance-Projekte, die für ihr musikalisches und musiktheatralisches Verständnis prägend sind. Ihre enorme Bühnenpräsenz und überschäumende Energie machen sie zu einer herausragenden Performerin. Zuletzt begeisterte sie u.a. die Zuschauer im Potsdamer Nikolaisaal, im Berliner Radialsystem, Ballhaus Naunynstraße, und im Atze Musiktheater. Neben ihren sängerischen Fähigkeiten, die sich in einer großen Bandbreite entfalten, überzeugt sie außerdem mit ihrem darstellerischem Einsatz und gekonntem Talent in mehreren Musiktheaterproduktionen der Berliner Bühnen. Aktuell wirkt sie bei Projekten vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Theater Freiburg mit.

SinemÖzgür Ersoy

1977 in Erzincan (Türkei) geboren, begann mit acht Jahren Bağlama (türkische Langhalslaute) zu spielen. Von 1993 – 1998 studierte er am Staatlichen Konservatorium für Türkische Musik an der renommierten Ege-Universität in Izmir. Dort war er in der Bağlama Klasse von Herrn Dr. Ilhan Ersoy. Als Nebenfachinstrument studierte er Mey und Duduk. 1995-1998 studierte er an der Fakultät für Literatur, ebenfalls an der Ege- Universität, Pädagogik. Seit 1999 lebt er in Berlin und war seitdem an unzähligen Konzerten und Projekten beteiligt. Seit 2005 ist er Ensemblemitglied im Anatolian Jazz Orchestra, dessen musikalische Leitung er heute innehat. Seit 2007 arbeitet er mit der Komponistin Sinem Altan zusammen, die das Familienkonzert „Mr. Sax in Anatolia“ erstmals für Saxophon, Symphonieorchester und die Türkischen Instrumente Bağlama und Mey komponierte. Im selben Jahr wurde Ersoy Mitglied des Ensembles Olivinn. Er musizierte u. a. im Konzerthaus Berlin an der Seite des Türkischen Pianisten Fazıl Say in „Zauberhafter Orient“ und mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel „Irgend wo auf der Welt“ in der Philharmonie Berlin und Komische Oper Berlin. Er konzertierte mit dem berühmten Tablaspieler Tanmoy Bose aus Kalkutta mit der Band „The Taal Tantra Experience“ in Deutschland und Indien. Zuletzt spielte in der Oper „Lotus-Insel“ von Sinem Altan im Rahmen des Projektes „fliegender Teppich“ in München mit. Zur seinen aktuellen Projekten gehört das Konzert für Bağlama und Symphonieorchester von Sinem Altan, wo er als Solist mit dem Landesjugendsymphonieorchester Berlin mitwirkt. Ersoy arbeitete mit der Bielefelder Philharmonie, Berliner Philharmonie, der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“ Potsdam, der Komischen Oper Berlin, dem Konzerthaus Berlin, der Neuköllner Oper, dem ATZE Musiktheater, dem Maxim Gorki Theater, dem Radialsystem Berlin, dem Ballhaus Naunynstraße, der Neuen Bühne Senftenberg und der Gruppe „SEEED“ zusammen. Ersoys Repertoire geht von der türkischen Volksmusik bis hin zur Klassik, Jazz und Moderne, das er mit seinem Hauptfachinstrument Bağlama sowie Nebeninstrumente wie Duduk und Zurna zum Ausdruck bringt. Im Oktober 2013 erschien sein Lehrwerk „Lehrbuch für Bağlama – Bağlama Method“ im Ries&Erler Verlag Berlin. www.ozgurersoy.de

SinemAxel Meier

Schlagzeuger und Percussionist, wurde 1990 in Berlin geboren. Seine musikalische Laufbahn begann mit 6 Jahren zunächst am Klavier, bevor im Alter von 12 Jahren seine Leidenschaft für das Schlagzeug geweckt wurde. Schon früh begann er sich mit verschiedenen Schlaginstrumenten und Musikstilen zu beschäftigen. Irgendwo zwischen Pauke und Darbuka, zischen Salsa und türkischer Folklore, zwischen Drumset und Vibraphon, da fühlt er sich Zuhause und ist ständig auf der Suche nach neuen Wegen, diese musikalischen Welten miteinander zu verbinden und weiter zu entwickeln. Auf seinem Weg arbeitete er u.a. mit Musikern wie Robyn Schulkowsky, Steve Hackett (Genesis), Ramesh Shotham, Jacob TV und Laura Patschen zusammen und reiste in verschiedenen Ensembles und Orchestern bereits quer durch Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Derzeit studiert er Schlagzeug und klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. www.axelmeier.com